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Nachrichten aus dem Kreisverband Oberhavel


Auf zur Friedensfahrt.

Foto: Enrico Geißler
Friedensfahrt Oranienburg

Wir leben seit 75 Jahren im Frieden. Viele Menschen hier haben keine emotionale Beziehung mehr zum Thema Krieg, kennen ihn nur aus Filmen und Büchern. Wir sagen: An Krieg darf man sich nie gewöhnen! Konflikte gibt es inzwischen selbst an den Außengrenzen der EU. Im Mittelmeer stehen sich die beiden NATO-Mitglieder Türkei und Griechenland mit Kriegsschiffen gegenüber und die Türkei griff mit deutschen Waffen die mit deutschen Waffen ausgestatteten Kurdinnen und Kurden im Norden Syriens an. Auch in der Ukraine bleibt der Konflikt bislang ungelöst.

Jedes von der deutschen Kriegswaffenindustrie hergestellte Waffe findet ihren Konflikt und ihren Krieg. Jeder Krieg bringt Tod und Zerstörung. Aus Tod und Zerstörung entstehen mehr Hass und mehr Wut, aus mehr Hass und Wut entstehen mehr Konflikte und mehr Profit für die Industrie. Ein Profit, der somit auch klar Ursache für Flucht und Umweltzerstörung ist. Diesem Profit auf Kosten von Menschenleben und Umweltzerstörung muss Einhalt geboten werden.

Besondere Aufmerksamkeit findet in diesem Jahr die Aufrüstung der Bundeswehr mit Drohnen. Mit Zustimmung der Sozialdemokratie, die im Europawahlkampf noch in großen Buchstaben das Wort Frieden plakatieren ließ, soll das Töten von Menschen weiter entmenschlicht werden. Milliarden sollen investiert werden, um Maschinen anzuschaffen, die das leise Töten übernehmen.

DIE LINKE steht für friedliche Konfliktlösungen und eine weltweite Abrüstung. Wir stellen uns entschlossen gegen die Anschaffung von Kampfdrohnen! Statt die weltweite Rüstungsspirale weiter anzuheizen, sollte die Bundesrepublik Geld an Stellen ausgeben, an denen es vor allem in Pandemie-Zeiten wirklich gebraucht wird: Im Gesundheits- und Sozialsystem. Wer diese Forderung teilt, sollte gemeinsam mit uns am 1. September ein Zeichen für das Verbot von Rüstungsexporten, die Beendigung aller Auslandseinsätze und friedliche Konfliktlösungen setzen.